Krankheit verbindet
Strategien und Strukturen deutscher Patientenvereine im 20. Jahrhundert
Gespeichert in:
Verfasser / Beitragende:
von Ylva Söderfeldt
Ort, Verlag, Jahr:
Stuttgart :
Franz Steiner Verlag,
2020
Beschreibung:
117 Seiten : Illustrationen
Format:
Buch
Online Zugang:
Bände/Inhalt:
- 1. Einleitung - 2. Gesunde und Kranke, Laien und Experten: Medizinhistorischer Kontext der Patientenbewegung - 3. Der Allergikerbund und der Kampf um das Wissen über Allergien - 4. Der Deutsche Diabetiker Bund: Eine Selbsthilfegruppe vor Ort - 5. Die scheinbare Interessengemeinschaft in der Deutschen Hämophiliegesellschaft - 6. Vernetzung der Patientenvereine auf internationaler und deutsch-deutscher Ebene - 7. Wege und Ziele der politischen Einflussnahme durch die Patientenvereine - 8. Arzt und Patient im Verein - 9. Begriffliche und historische Einordnung des Phänomens "Patientenorganisation" - 10. Bilanz und Ausblick - Appendix 1: Ärzte im DDB und in medizinischen Fachgesellschaften
- Der Patient von heute sucht selbständig nach Information über seine Krankheit und Kontakt zu anderen mit dem gleichen Leiden. Dieses Phänomen ist jedoch nicht neu: Der erste europäische Patientenverein, der Heufieberbund von Helgoland, wurde schon 1897 gegründet. Später kamen weitere Organisationen dazu, unter anderem 1951 der Deutsche Diabetiker Bund und 1956 die Deutsche Hämophiliegesellschaft. Seit mehr als einem Jahrhundert also schließen sich Menschen mit bestimmten Krankheiten zusammen, um Aufklärung und Selbsthilfe zu betreiben und ihre politischen Interessen zu vertreten. Damals wie heute begegnen sie dabei der Herausforderung, sich im Gesundheitswesen eine Stimme zu verleihen. Um die heutige medizinische Landschaft zu verstehen, muss uns der historische Hintergrund von Patientenvereinen bewusst sein.