Visualisierung des Ungeborenen
interdisziplinäre Perspektiven
Gespeichert in:
Verfasser / Beitragende:
Daniel Hornuff, Heiner Fangerau (Hg.)
Ort, Verlag, Jahr:
Paderborn :
Wilhelm Fink, Brill Deutschland GmbH,
2020
Beschreibung:
vi, 290 pages : illustrations ; 23 cm
Format:
Buch
Online Zugang:
Bände/Inhalt:
- Einleitung: Die Visualisierung des Ungeborenen / Daniel Hornuff, Heiner Fangerau - Wahrheitsansprüche: Bild und Evidenz. Die "Wirklichkeit" der Bilder vom Ungeborenen und die Evidenz für den Status des Embryo aus medizinhistorischer Sicht / Irmgard Müller - Enthüllungen: die uroskopische Schwangerschaftsdiagnose und ihre Darstellung in der frühneuzeitlichen Kunst / Michael Stolberg - Du sollst Dir kein Bild machen Zum Einfluss von Visualisierungstechniken auf die ethische Bewertung des Embryos / Reiner Anselm Inszenierungsweisen: Darstellungen in Wissens- und Kunstgeschichte. Forschersinne und ontologische Praxis, oder: der unsichtbare Fötus und das pränatale Subjekt / Caroline Arni - Projektion - Introspektion - Imagination: Visualisierungen der Leibesfrucht in der Kunst der klassischen Moderne / Verena Krieger - 'Schone Embryonen' zwischen Wissenschaft und Bürgerstube: zur Entstehung von Soemmerrings Icones embryonum humanorum und ihrer Rezeption im 19. Jahrhundert / Ulrike Enke Handhabungen: Klinische und diagnostische Bildpraxis. Der Embryo in der Reproduktionsmedizin: Medizinische, ethische, psychosoziale und juristische Aspekte / Heribert Kentenich, Claus Sibold, Marina Werling - Ultraschalluntersuchungen und "elterliche Bindung" / Dorothea Tegethoff - Psychosoziale und ethische Aspekte der genetischen Beratung: Basierend auf der EU -Studie "Ethical dilemmas due to genetic and prenatal diagnostics" - EDIG / Tamara Fischmann, Margarete Schött, Marianne Leuzinger-Bohleber - Stilfragen: Formen der Ästhetisierung. Der Embryo als kulturhistorisches icon / Örtrun Riha - Technoföten und Designerbabys: Bilder 'pränatalen Lebens' in den Massenmedien / Sven Stollfuss
- Obwohl das Ungeborene ein Unsichtbares ist, zählen Darstellungen von ihm zu den überzeugungsstärksten Bildern der westlichen Kultur. Der Band fragt nach den Gründen - und lässt unterschiedliche Disziplinen zu Wort kommen. Antworten auf die Frage nach dem visuellen Status des Ungeborenen geben Positionen aus der Medizingeschichte, aus der Kunstgeschichte, der Psychologie und Medizin ebenso wie aus der Körperforschung. Nicht zuletzt sind es ethische und allgemein kulturwissenschaftliche Perspektiven, die sich Bildern vom Ungeborenen widmen. So liegt erstmals ein breites Panorama an Zugängen zu einer Bildform vor, die sowohl in diagnostischen als auch privaten und populären Zusammenhängen zentrale Funktionen übernimmt. Die Frage, welche Rollen Bilder von Ungeborenen spielen, gibt somit auch Hinweise darauf, welche Bedeutung beginnendem Leben jeweils zugedacht wird.