Altreu im Mittelalter
eine Stadtwüstung im Kanton Solothurn
Gespeichert in:
Verfasser / Beitragende:
Simon Hardmeier ; mit Beiträgen von Ludwig Eschenlohr, Marlu Kühn und André Rehazek
Ort, Verlag, Jahr:
Basel :
Schweizerischer Burgenverein,
2018
Beschreibung:
206 Seiten : Illustrationen ; 30 cm
Format:
Buch
Online Zugang:
Zusammenfassung:
- Die Gründung der Stadt, die auf die Grafen von Neuenburg-Strassberg zurückgeht, erfolgte in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Mit der Stadtbefestigung, der Stadtburg und dem Gassenraster verfügte Altreu über alle Elemente einer Gründungsstadt jener Zeit. Die Fundstelle zeichnen insbesondere die gut erhaltenen Reste städtischer Wohnbauten aus, die bei der jüngsten Ausgrabung im Jahr 2012 zum Vorschein kamen. Das umfangreiche archäologische Fundmaterial erzählt vom Wohnen und Arbeiten. Schlacken weisen darauf hin, dass sich in einem der Häuser eine Unterhaltsschmiede befand. Dass die Landwirtschaft eine wichtige Rolle spielte, zeigen etwa Sicheln für die Getreideernte sowie die Tierknochen. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts fielen alle bisher entdeckten Bauten, möglicherweise im Zusammenhang mit dem Guglerkrieg von 1375, einer Brandkatastrophe zum Opfer. Nach der Aufgabe der Stadt frass sich die Aare immer mehr ins wüstgefallene Städtchen, das allmählich in Vergessenheit geriet.