Strahlenmedizin

Krebstherapie, Forschung und Politik in der Schweiz, 1920-1990

Verfasser / Beitragende:
Niklaus Ingold, Sibylle Marti, Dominic Studer
Ort, Verlag, Jahr:
Zürich : Chronos, 2017
Beschreibung:
221 Seiten : Illustrationen ; 23 cm
Format:
Buch
Online Zugang:
ID: 499746589
Bände/Inhalt:
  • Strahlen : eine Schlüsseltechnologie der Moderne / Niklaus Ingold - Von gemeinnützigen Stiftungen und kolonialem Rohstoffhandel : die Versorgung der Schweizer Krebsmedizin mit Radium, 1920-1945 / Dominic Studer - Einstieg in die Hochvolttherapie. Militärische und zivile Strahlenanwendungen und der Kalte Krieg, 1945-1965 / Sibylle Marti - Entstehung einer Robotermedizin? Die Computerisierung der Strahlentherapie und die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit hochtechnisierter Medizin, 1960-1990 / Niklaus Ingold - Nachwort / Daniel M. Aebersold
Zusammenfassung:
  • Energiereiche Strahlen werden in der Schweiz bei jeder zweiten Krebspatientin, jedem zweiten Krebspatienten zur Zerstörung von Tumorzellen eingesetzt. Doch wie ist diese Strahlenmedizin entstanden? Die Atombombenabwürfe am Ende des Zweiten Weltkriegs waren das folgenreiche Ereignis. Sie gaben medizinischem Wissen über Strahlenwirkungen sicherheitspolitisches Gewicht und trieben zugleich die Umsetzung ziviler Anwendungen der Atom- und Strahlenforschung an - auch in der Schweiz. Hatten bis dahin Radiumstiftungen die Strahlenmedizin gefördert, trugen nun Bundesgelder zum Ausbau der hochtechnisierten Radiotherapie bei. Die Computertechnik des Kalten Kriegs dynamisierte diese Entwicklung. Kritische Debatten zu den Folgen der Technisierung der Medizin setzten ein. Niklaus Ingold, Sibylle Marti und Dominic Studer zeigen, wie vielfältige Interessen die Anwendung von Strahlen in der Medizin gestalteten - medizinische und wissenschaftliche, aber auch militärische, politische und wirtschaftliche. (Quelle: www.buchhandel.de)