Psychoanalytische Interpretation und empirische Methoden

auf dem Weg zu einer empirisch fundierten Psychoanalyse

Verfasser / Beitragende:
Peter Kutter ; unter Mitarb. von Jürgen M. Giesler ... [et al.]
Ort, Verlag, Jahr:
Giessen, Lahn : Psychosozial-Verlag, 2004
Beschreibung:
221 S. : graph. Darst.
Format:
Buch
Ausgabe:
1. Aufl
Online Zugang:
ID: 268078114
Zusammenfassung:
  • Die Psychoanalyse hatte sich jahrzehntelang nicht um Beweise ihrer Wirksamkeit gekümmert. Sie war sich selbst genug. Aus privaten Zirkeln um Sigmund Freud entstanden, hat sie ein Imperium entwickelt, das, bestens organisiert, definiert, was Psychoanalyse ist, was sie nicht ist und wie sie wirkt. Spätestens seit den 70er Jahren hatte die Psychoanalyse aber das Deutungmonopol verloren. Zahlreiche andere psychotherapeutische Richtungen drängten sich auf die Therapieszene: Verhaltenstherapie, Gesprächspsychotherapie, systemische Therapie. Und 1988 hatte der prominente Philosoph Adolf Grünbaum gravierende Bedenken gegen die Gültigkeit psychoanalytischer Theorie und Therapie aus wissenschaftstheoretischer Sicht angemeldet und spätestens seit Grawes Buch "Psychotherapie im Wandel; von der Konfession zur Profession" ist die Psychoanalyse ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Spät hat sich die Psychoanalyse unter zunehmendem Druck von Wissenschaft und Qualitätssicherung in Medizin und Gesundheitspolitik zu empirischer Forschung in großem Stil entschlossen. Das lange unangefochtene Interpretieren unbewusster Prozesse kam auf den Prüfstand. Dabei gab es ein schon 1985 publiziertes Beispiel, bei dem in einem zwei-dimensionalen Ansatz von qualitativer Interpretation und empirischen Methoden die Wirkung psychoanalytischer Selbsterfahrungs- und Supervisions-Gruppen bei Studenten erfasst wurde.